Deutsche Kolonisten waren es, die im Jahr 1840 die heutige Stadt Windhoek an einer Stelle errichteten, die schon vor Jahrtausenden von den damaligen Ureinwohnern des heutigen Namibia besiedelt war. Ihren Namen verdankt die Stadt einmal dem Wind und zum zweiten den nahe gelegenen heißen Thermalquellen. Heute ist Windhoek eine Stadt mit 450 000 Einwohnern. Die Zuwanderung ist hoch und liegt jährlich bei rund 43,5 Prozent. Dank seines internationalen Flughafens ist die Stadt problemlos zu erreichen. Eingebettet zwischen drei Gebirgsketten, den Eros-, den Anasbergen und dem Khnomashochland, liegt die Stadt im so genannten Windhoeker Becken, einem riesigem Tal. Mit 26 bis 27 Grad ist es deutlich wärmer als beispielsweise im südamerikanischen Kapstadt.
Eine Stadt macht sich fein
Ein herausstechendes Merkmal der Stadt Windhoek ist ihre Sauberkeit. Aber auch die soziale Sicherheit gehört zu den Politikmodellen, die seit Jahren von sich reden machen. Dank eines vorbildhaften Sozialkonzepts ist gewährleistet, dass niemand durch die Maschen des sozialen Netzes fällt. Und so geht es in der ständig wachsenden Stadt eher beschaulich zu. Noch hat sich Windhoek nicht das Mondäne vieler Großstädte zugelegt. Dennoch spielen Kunst und Kultur eine große Rolle in der Stadt, in der Schwarz und Weiß versuchen, ein neues Miteinander auf Augenhöhe zu finden. Eine der wichtigsten Galerien der Stadt ist die private Bushman – Art – Galery. Dort erhält der Besucher Einblicke in die Geschichte der schwarzafrikanischen Urbevölkerung. Des Weiteren beschäftigen sich alle Museen und Galerien der Stadt mit der Landes- und Stadtgeschichte. Kunst und Kunsthandwerk der Urbevölkerung mischt sich mit moderner Kunst von Künstlern verschiedener ethnischer Herkunft. In den vergangenen Jahren ist jedoch das Interesse an den Wurzeln schwarzafrikanischer Kunst und auch deren modernen Ausdrucksformen stark gewachsen. So hat sich in Windhoek eine Kunstszene entwickelt, die Angebote wie Kunstmessen oder Filmfestivals gern annehmen. Gesellschaftliches Miteinander hat nach wie vor hohen Stellenwert in der Stadt mit deutschen Wurzeln. So nimmt es auch wenig Wunder, dass die Windhoeker alljährlich ein Oktoberfest veranstalten.
Ein Bummel durch die Innenstadt von Windhoek vermittelt besonders deutschen Touristen schnell ein heimatliches Gefühl. Kleine Straßen, Cafes und Biergärten sowie abwechslungsreiche Geschäfte laden ein zum Bummeln oder Verweilen. Die Wahrzeichen der Stadt bilden eine alte Feste, in der das Nationalmuseum untergebracht ist und die erst im Jahr 1910 fertig gestellte evangelische Christuskirche. Als weitere Sehenswürdigkeit gelten auch der so genannte Tintenpalast, Sitz des Parlaments von Namibia sowie die Heinitz-, Schwerins- und die Sonderburg.
