Palermo – ein Kleinod auf Sizilien

Sie liegt in einer Bucht des Tyrrhischen Meeres an der Nordküste Siziliens – die lebendige Hauptstadt der italienischen Insel, Palermo. Mit 655 000 Einwohnern ist sie inzwischen die fünft größte Stadt Siziliens. Und ihr Wahrzeichen ist ein Berg in ihrem Rücken, der 600 Meter hohe Monte Pellegrino. Im achten Jahrhundert vor Christi gründeten Phönizier die Stadt, deren Name „Blume“ bedeutet. Seitdem hat Palermo eine höchst wechselvolle Geschichte hinter sich. Heute ist sie ein beliebtes Reiseziel für tausende von Touristen.

 

Palermo, die Vandalen und der Zweite Weltkrieg

Längst herrscht Ruhe in der Stadt, die vieles überstehen musste. Die Vandalen fielen ein, der Zweite Weltkrieg richtete schwerste Verwüstungen an, die Mafia hatte die Stadt unter Kontrolle. Bleibende Schäden hat nur der Zweite Weltkrieg hinterlassen, nachdem ein schneller und intensiver Wohnungsbau nötig wurde, der zu Lasten der Ästhetik ging. Heute hat sich die Stadt von allen Schrecken erholt. Die 1806 gegründete Universität mit 12 Fakultäten bietet jungen Menschen Bildung in der gewünschten Form. Die Stadt ist durch ein umfassendes Konzept im Dienstleistungsbereich zu neuem Wohlstand gelangt, Kultur hat man sich bewahrt. Auch das Miteinander unterschiedlicher ethnischer Gruppen funktioniert reibungslos. Bis heute gibt es eine kleine aktive jüdische Gemeinde in der Stadt. .

 

Palermo und sein Kulturerbe

Auch Museen spielen in Palermo eine große Rolle. Thematisch getrennt arbeiten sie die Geschichte der Insel aus unterschiedlichen Perspektiven auf. So kann jeder Besucher entscheiden, was ihn am meisten interessiert – die Archäologie des Landes, Völkerkunde oder geologisch – paläontologische Aspekte. 3200 Besucher finden im drittgrößten Opernhaus Europas Platz, dem „Teatro massimo“. Hier versuchen Dramaturgen und Regisseure wie überall in der Welt, den Menschen die Oper wieder nahe zu bringen. Interessante Inszenierungen machen auch im großen Umkreis von sich reden.  Zahlreiche Kunst- und Kleinkunstbühnen, Galerien und traumhafte Bauten in der Umgebung der Stadt Palermo lassen einen Besuch zu einem bleibenden Erlebnis werden. Wie überall gehört zur Kultur auch das Essen und Trinken. Auch hier steht Palermo anderen Städten des Landes in nichts nach. Neben traditioneller einheimischer Küche, die frisch und ausgewogen ist, finden Gourmets auch hier Küchen auf gehoben internationalem Niveau. Die sehr küstennahe Lage der Stadt bietet auch vielen Malern und Fotografen ein reiches Motivrepertoire. Zwischen Altstadt und Außenbezirken durchqueren Touristen Welten, der Weg wird zum Gang zwischen zwei Horizontebenen. Von der alten in die neue Welt und wieder zurück. Genau das macht Palermo zu einem spannenden Erlebnis. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in allen Preisklassen.

Rom – Kultur und Zeitgeschichte pur

Wer über Rom spricht, kommt am Geschichtsunterricht nicht vorbei. Die Legende von Romulus und Remus, den auf dem Tiber ausgesetzten Zwillingen, die von einer Wölfin gesäugt wurden, kennt jeder. Was sich aber wirklich bei der Gründung der Stadt im Jahr 753 ereignet hat, und ob Romulus, der angebliche Stadtgründer, seinen Bruder wirklich ermordet hat – keiner weiß das so genau. Sicher ist dagegen, dass die Stadt zu den geschichtsträchtigsten der Welt zählt. Heute ist Rom dreierlei: Zeugnis einer Geschichte, die Jahrtausende währt, Papstsitz und eine moderne Hauptstadt, und zwar die älteste Europas. Wer die Stadt erobern will, sollte dies nicht ausgerechnet in den Monaten Juli bis September tun. In dieser Zeit flüchten selbst die Römer vor der Hitze ans Meer. Und ein wenig Programm braucht es für eine Romreise schon, damit die Eindrücke nicht erdrücken. Denn eines ist klar: Rom verfügt über ein derart großes Maß an kulturgeschichtlich bedeutenden Gebäuden und Stätten, dass diese kaum bei einem Besuch zu schaffen sind.

 

Rom und seine Bauwerke

Altstadt, Petersdom und Vatikanstadt sind UNESCO Weltkulturerbe. Um die antiken Bauten wie das forum romanum kämpfen die Denkmalschützer, denn wie in Griechenland setzen die Ausdünstungen der modernen Gesellschaft den Bauwerken zu. Dennoch: In der „ewigen Stadt“ treffen sich alle Epochen auch baulich – noch. Wer sich nicht zutraut, ein eigenes Besichtigungsprogramm zusammenzustellen, kann sich einer der Führungen anschließen, die täglich angeboten werden.

 

Rom, die Musik und die Bildende Kunst

In Italien hat Musik immer eine große Rolle gespielt. Das hat sich bis heute nicht geändert. Im Teatro dell`Opera di Roma und weiteren 20 Theatern und sechs Konzertsälen kommt jeder Musikfreund auf seine Kosten – und das auf hohem Niveau.

Museen sind aus dem Stadtbild ebenso wenig wegzudenken wie die Vatikanstadt, in der der Papst seinen Sitz hat. Die Museen in Rom teilen sich die Geschichtsträchtigkeit ihrer Stadt thematisch auf. Es lohnt sich also, die Museumsbesuche gut zu planen. Das älteste Museum ist der Komplex der „Kapitolinischen Museen“, die neben den wesentlich größeren Vatikanischen Museen die bedeutendsten Kunstkollektionen Rom enthalten.

 

Rom und die kulinarischen Genüsse

Die römische Küche gilt als abwechslungsreich und frisch. Meeresfrüchte sind ein wichtiges Thema für die Römer. In der Stadt findet der Urlauber neben traditionellen römischen Restaurants auch internationale Küche auf höchstem Niveau. Die Römer schwören aber auf ihre Nationalspeisen. Eine davon sind gekochte Schwänze junger Rinder. In Weißwein, Tomaten und mit einer Pfefferschote gekocht, sollen sie eine Köstlichkeit darstellen.

Venedig – noch immer voller Kraft und Schönheit

Für Liebende und Hochzeitsreisende war sie lange das Traumziel. Mit der Gondel durch die Kanäle treiben, sich verzaubern lassen von italienischem Liedgut – so sah das romantische Szenarium aus. Heute ist Venedig eine aufstrebende und moderne Stadt. Die Altstadt mit dem Kern in der Lagune aber hüten die Italiener nach wie vor liebevoll. Es hat sich einiges verändert auch in diesem ursprünglichen Bereich der Stadt. Eine Reise wert ist Venedig aber noch immer und auf jeden Fall.

Dank dreier Flughäfen ist die Anreise in die Stadt der Liebe unspektakulär. Auch die Fahrt in den begehrten Lagunenstadtteil, in dem heute noch knapp 40 000 Menschen leben, ist schnell geschafft. Und einer Gondelfahrt steht auch nichts im Wege, obwohl einige der Kanäle inzwischen zugeschüttet oder nur noch teilweise passierbar sind. Dem Charme der Umgebung tut dies wenig Abbruch. Sorgen bereiten den Venezianern eher das Alter der Pfahlbauten und die vielen Überschwemmungen, die ein Trocknen der Bausubstanz erschweren.

 

Venedig und seine Inseln

Das so genannte historische Zentrum der Stadt besteht aus 120 Inseln, die nur über Kanäle zu erreichen sind – oder über die legendären Brücken dieser Stadt. Davon gibt es 444, die berühmtesten sind die Rialto- und die Seufzerbrücke. Jede der Inseln hat neben kleinen Gässchen auch einen Platz, auf dem die Menschen sich trafen. Hier wurden auch die Geschäfte getätigt. Lange Zeit galt die Stadt als Umschlagplatz für Luxuswaren, Gewürze, Salz und Weizen. Parallel dazu entwickelte sie sich zu einem großen Finanzzentrum.

 

Venedig und seine Kultur

Die sehr spezielle Entwicklungsgeschichte springt den Besucher beinahe auf Schritt und Tritt an. Venedig ist reich an Kirchen. Als Wahrzeichen der Lagunenstadt gilt der Markusdom. Die Vielzahl an Gotteshäusern umfasst aber die Zeit der Romanik bis zum Barock. Die kulturelle Hochzeit der Stadt erschließt sich in der Renaissance und im Barock.

Kunst- und Kulturgeschichtliche Interessierte finden alles Wissenswerte in den Museen der Stadt und in den Kunstgalerien.

 

Venedig, sein Karneval und andere sinnliche Genüsse

Der Karneval der Lagunenstadt hat nichts gemein mit dem deutschen Karneval. In Venedig hat er etwas Mystisches, Geheimnisvolles. Und die kostbaren Gewänder spielen beim Austreiben alter Wintergeister ebenso eine eigene Rolle wie die edlen Gesichtsmasken. Karneval in Venedig ist eine eigene Jahreszeit, in der Menschen die Rollen wechseln, aber mit Niveau.

Essen und Trinken spielen auch in Venedig eine große Rolle. Der genussvolle Espresso, das ausgedehnte Abendessen in gepflegtem Ambiente – der Venedig – Urlauber wird nicht enttäuscht.