Kapstadt – von der Versorgungsstation für Seefahrer zum Touristenmagneten

Wer einmal in Kapstadt war, schwärmt noch Jahre später. Ob dies am Klima liegt, an der geographischen Lage, der umgebenden Landschaft oder an allem zusammen, können viele Kapstadt – Besucher kaum beantworten. Vielleicht ist es auch die Verblüffung, die der Besucher empfindet, wenn er am südlichen Zipfel Südafrikas plötzlich auf nordeuropäische Architektur stößt. In der „Tafelbucht“ des Atlantischen Ozeans gelegen, war die heutige Stadt im 17. Jahrhundert zunächst eine Siedlung. Handelsschiffe gingen dort vor Anker, um vor der Weiterfahrt neue Vorräte zu bunkern. Heute ist Kapstadt die drittgrößte Stadt Südafrikas mit rund 3,5 Millionen Einwohnern. Schon von weitem sichtbar ist auch vom Meer das heutige Wahrzeichen der Stadt, der Tafelberg. Er ist Teil einer Bergkette, die im südlichen Teil am „Kap der guten Hoffnung“ endet. So entstand der Name Kapstadt. Heute befindet sich hier auch der Sitz des südafrikanischen Parlaments. Urlauber schätzen das gemäßigte Klima. In den Sommermonaten Dezember bis Februar bewegen sich die Temperaturen zwischen 24 und 25 Grad, im Winter in den Monaten Juli und August sinken sie auf etwa 17 Grad. Lange hat die Apartheid dafür gesorgt, dass Kapstadt von weißhäutigen Menschen dominiert wurde. Heute leben 44 Prozent Farbige, 35 Prozent Schwarze, 19 Prozent Weiße und rund 1,4 Prozent Inder und Asiaten in der Stadt. Die vorherrschende Sprache ist Afrikaans, die schwarze Bevölkerung spricht überwiegend Xhosa. Aber auch englisch gilt als Amtssprache. Touristen können sich so verständlich machen. Architektonisch allerdings waren es die europäischen Auswanderer, insbesondere die Buren, die der Stadt ihr heutiges Aussehen verliehen.

 

Kunst, Kultur und eine vielseitige gepflegte Gastronomie

Beliebtes Ausflugsziel für Touristen ist in Kapstadt der viktorianische Teil des Hafengeländes. Man kann mit einem Mietwagen Kapstadt erkunden und auch so den Hafen erreichen. Hier befinden sich Restaurants, Museen und Boutiquen, die zum Bummeln, aber auch zum Verweilen einladen. Wer sich auf die Spurensuche nach der kurzen aber leid – und wechselvollen Geschichte Südafrikas und der Stadt Kapstadt machen möchte, hat die Wahl zwischen vielen Museen. Aber auch die heimische Kunstszene gibt intensiv Aufschluss über das lange Zeit ungleiche Kräfteverhältnis zwischen Schwarz und Weiß. Auf dem so genannten Nobel Square, einem 2005 eingeweihten öffentlichen Platz, begegnet der Besucher den Skulpturen der bisherigen vier südafrikanischen Friedensnobelpreisträger, also auch dem späteren Präsidenten Nelson Mandela. Eine außergewöhnliche Vielfalt begegnet dem Feinschmecker in den Restaurants der Stadt. Von der traditionellen Küche der Schwarzafrikaner mit Maisbrei mit Manioksauce über englische, deutsche, niederländische Küche ist alles vertreten, besonders auch Gerichte, die viele Details aller Küchen köstlich vereinen.